Magnetische Hyperthermie gegen Krebs: Kombination von Mikrofluidik und Mikrodrähten


Quelle: Ceit-IK4
26.04.2018 Forscher des spanischen Ceit-IK4 haben eine neuartige Mikrofluidik-Plattform entwickelt. Ziel war es, die von TAMAG Iberica und der Universität des Baskenlandes entwickelten magnetischen Mikrodrähte auf ihre Hyperthermie-Fähigkeit zu testen. Ein Doppelkammer Polymer-Mikrosystem ermöglichte, durch eine genaue Kontrolle der Mikroumgebung der Zellen, eine In-vitro-Demonstration der Wirksamkeit der Mikrodrähte gegen Osteosarkom-Zellen. Aufgrund ihrer Größe und Handhabbarkeit können diese Magnetdrähte sicherer als Nanopartikel auf der Tumorfläche platziert und entfernt werden.
 
Diese auf Mikrotechnik basierende Machbarkeitsstudie ebnet den Weg für einen neuartigen Ansatz auf dem Gebiet der magnetischen Hyperthermie. Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften wie kurzer Erhitzungszeit, gleichmäßiger Verteilung, spezifischer Wirksamkeit oder sicherer Anwendung stellt die Mikrofluidik-Plattform eine vielversprechende Alternative zu gängigen Krebsbehandlungen dar. Sie bietet somit eine gute Möglichkeit, um die Wirkung magnetisch vermittelter Erwärmung auf verschiedene Zelltypen zu analysieren, einschließlich spezifischer Patientenzellen. So können die Behandlungsbedingungen individuell angepasst werden.

Kontakt: Maite Mujika Garmendia, Ceit-IK4
mmujika@tecnun.es